Wien. (kle) Der teilstaatliche Öl- und Gaskonzern OMV wird heuer sein ursprüngliches Produktionsziel wegen der Ausfälle in Libyen wohl verfehlen. Seit Mitte März steht die Produktion dort still. War bis dato von einer Bandbreite von 320.000 bis 340.000 boe/d (Barrel Öl-Äquivalente pro Tag) ausgegangen worden, werden es jetzt bestenfalls 330.000 boe/d werden - falls die Produktion in Libyen ab jetzt normal laufe, so die OMV am Dienstag. Sollte das nordafrikanische Land für den Rest des Jahres ausfallen, werden es nur 310.000 Barrel werden. Bis 2016 will die OMV ihr Produktionsniveau auf durchschnittlich rund 400.000 boe/d heben.

Im abgelaufenen ersten Quartal hat der Konzern seine Produktion gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal zwar um drei Prozent gesteigert, dennoch sank der Umsatz - um neun Prozent auf 9,83 Milliarden Euro. Gleichzeitig schrumpfte der um Lagereffekte bereinigte Betriebsgewinn um ein Fünftel auf 668 Millionen Euro.