Wien. Das Werbejahr hat in Österreich einen "bescheidenen Start" hingelegt. Den leichten Rückgang in den Monaten Jänner bis März im Vergleich zum Vorjahr machte ein mit April einsetzender "Wachstumsschub" wett, wie Ronald Luisser vom Marktforschungsinstitut Focus am Dienstag sagte. Gewinner der ersten fünf Monate war der Privatfernsehmarkt, Rückgänge verzeichnete Print. "Der Trend geht derzeit in Richtung Stabilisation", so Luisser. Insgesamt stiegen die Bruttowerbewerte um zwei Prozent, es wurde bis inklusive Mai in Werbung in klassischen Medien sowie Direktmarketing im Wert von 1,658 Milliarden Euro investiert. Werbetreiber war der Energie-Sektor, gefolgt von Getränken und Industriebedarf.

Luisser geht auch künftig von einer Verschiebung der Werbebudgets hin zum Digitalen aus. Zur Prognose für das zweite Halbjahr sagte Focus-Österreich-Geschäftsführer Klaus Fessel: "Es ist nicht mehr zu erwarten und wird wohl bei diesem Plus von zwei Prozent bleiben."