Wien. Die Online-Immobilienplattform ImmobilienScout24 sieht die Gefahr einer Preisblase am österreichischen Immobilienmarkt nicht gebannt. In Wien und Salzburg sei der Markt weiterhin überhitzt, so das Portal, das im Mai Immobilien.Net übernommen hatte, am Mittwoch in einer Aussendung.

ImmobilienScout24 hat - auf Basis von Immobilien.Net-Zahlen - die Preisentwicklung von 2006 bis einschließlich erstes Halbjahr 2014 untersucht. Demnach driften in Wien und Salzburg seit 2009 die Miet- und Eigentumspreise signifikant auseinander. In Wien liegt der Index-Abstand bei 68 und in Salzburg bei 55 Punkten. Dabei werden bei den Mieten nur die neu auf den Markt kommenden Mietobjekte berücksichtigt, nicht bestehende Mieten.

Durch das Auseinanderdriften steige die Gefahr einer Blase, da die Rendite unattraktiv werde, erläutert Patrick Schenner, Geschäftsführer von ImmobilienScout24 in Österreich. Sowohl in Wien als auch in Salzburg gebe es aber eine starke Verschiebung zum gehobenen Segment (Neubau, tolle Ausstattung) und vermehrt Investoren und ausländische Käufer. Diese Faktoren würden den Preisanstieg zum größten Teil erklären.