Wien. (kle) Trotz der kränkelnden Konjunktur in weiten Teilen Europas hält der Vorstand des Stahltechnologie-Konzerns Voestalpine an seiner bisherigen Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2014/15 (per Ende März) fest. Demnach solle der operative Gewinn "etwas über dem Niveau des vergangenen Geschäftsjahres" liegen, kündigte Konzernchef Wolfgang Eder am Mittwoch bei der Vorlage der Halbjahreszahlen an. 2013/14 verdiente die Voestalpine vor Zinsen und Steuern 792,3 Millionen Euro.

In der ersten Hälfte 2014/15, von April bis Ende September, hat der Konzern beim operativen Gewinn um mehr als zwölf Prozent auf 444,7 Millionen Euro zugelegt. Ein Großteil dieser Steigerung ist allerdings auf einen Einmaleffekt aus dem Verkauf von Randaktivitäten zurückzuführen, der das Ergebnis um 45 Millionen Euro auffettete. Indes fiel der Konzernumsatz mit 5,56 Milliarden Euro etwas schwächer aus. Eder begründete dies vor allem mit der im Vorjahr erfolgten Schließung des Schienenwerks in Duisburg.

Weitgehend voll ausgelastet


Laut Eder sind die Produktionsstandorte der Voestalpine weitgehend voll ausgelastet. Personalabbau sei daher kein Thema. Zwar habe sich die Konjunktur in Europa zuletzt zunehmend eingetrübt, dafür aber zeige die Wirtschaft in Nordamerika ein anhaltend starkes Wachstum. Auch China bleibe auf solidem Niveau, Brasilien und Russland stünden hingegen unter anhaltendem Druck, so Eder.