Wien. Die Erste Stiftung, Hauptaktionärin der börsenotierten Erste Group, hat ihren Anteil an der Bank auf 11,9 Prozent reduziert. Sie hat Aktien an die spanische Caixa Bank verkauft, die ihre Anteile an der Erste Group damit von 9,1 auf 9,9 Prozent aufgestockt hat. Durch den Verkauf reduzierte sich der Schuldenstand der Erste Stiftung auf netto 440 Millionen Euro.

Wie die Stiftung am Montag weiter mitteilte, hat die Übernahmekommission Änderungen bei bestehenden Syndikats- und Aktionärsvereinbarungen genehmigt. Künftig bündeln die Erste Stiftung, die Sparkassen und ein Großteil ihrer Eigentümer, weiters die spanische Caixa Bank und der Wiener Städtische Wechselseitige Versicherungsverein (WSW), Eigentümer der Vienna Insurance Groupe, ihre Anteile an der Erste Group. Gemeinsam halten sie genau 30 Prozent und sollen künftig etwa bei Aufsichtsratsbestellungen einstimmig auftreten. Der Wiener Städtische Wechselseitige Versicherungsverein hält damit weiterhin drei Prozent an der Erste Group Bank, die Sparkassen und ihre Stiftungen halten 5,2 Prozent der Anteile. Franz Karl Prüller, Mitglied des Vorstands der Erste Stiftung und ab 1. Jänner 2015 auch dessen Vorsitzender, spricht "von einer sehr soliden Eigentümerstruktur, mit der Erste Stiftung an der Spitze einer Gruppe von sehr zuverlässigen Partnern". Damit wolle sich die Stiftung künftig neben ihrer Aktionärsaufgabe auch verstärkt auf Investitionen in soziale, kulturelle und demokratische Entwicklungen in Zentral- und Osteuropa konzentrieren.

Erste-Group-Aktie
stürzt um acht Prozent ab

An der Wiener Börse stand die Aktie der Erste Group am Montag massiv unter Druck. Mit einem Kursrückgang von 7,99 Prozent auf 18,37 Euro war der Finanztitel der mit Abstand größte Verlierer im Leitindex ATX - in einem allgemein schwachen Umfeld.