Wien. Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien muss bestimmte Werbepraktiken an Schulen einstellen. Dazu hat sich das Finanzinstitut in einem Unterlassungsvergleich verpflichtet. Das teilte der Verein für Konsumenteninformation (VKI) mit, der im Auftrag des Sozialministeriums die Bank nach dem Gesetz gegen Unlauteren Wettbewerb klagte. "Sponsoringvereinbarungen" mit Wiener Schulen im Wert von 2000 Euro jährlich deckten nicht nur das Anbringen von Plakaten ab, sondern auch Werbeauftritte im Umfang von bis zu zehn Unterrichtsstunden. Die 10- bis 14-Jährigen wurden aufgefordert, mit ihren Eltern eine Bankfiliale aufzusuchen, um sich einen Rucksack und ihre "Junior-Card" zu holen. Im Gegenzug sollten sie der Verwendung ihrer Daten für Marketingzwecke zustimmen. Im Vergleich verpflichtet sich die Bank unter anderem, es zu unterlassen, Unterstufen-Schüler direkt aufzufordern, bei Raiffeisenbanken ein Konto zu eröffnen.