Wien. (kle/apa) Obwohl die Nachfrage nach Immobilien ungebrochen ist, sind die Wohnungspreise 2014 relativ stabil geblieben. Neue Eigentumswohnungen verteuerten sich gegenüber dem Jahr davor im Schnitt um 0,8 Prozent auf 3825 Euro pro Quadratmeter, gebrauchte um etwa 2 Prozent auf 3000 Euro. Das geht aus einer Erhebung des Immobilienanbieters "ImmobilienScout24" hervor.

Die Angebotsmieten (exklusive Betriebskosten) stiegen 2014 um 1,7 Prozent bei neuen Wohnungen respektive 0,5 Prozent bei gebrauchten. Mit einem Plus von 5 bis 6 Prozent deutlich über dem Durchschnitt lagen die Angebotspreise jedoch in den Wiener Bezirken Floridsdorf, Hernals, Meidling und Penzing. Günstiger wurden Mietwohnungen dafür im ohnehin bereits sehr hochpreisigen Innsbruck (minus 4 Prozent).

In den vergangenen Jahren hätten die Betriebskosten für Wasser, Müllabfuhr, Hausverwaltung etc. aber wesentlich stärker zugelegt als die Mieten, heißt es bei "ImmobilienScout24". Von 2006 bis 2014 seien sie um 25 Prozent gestiegen, während die Nettomieten - "etwa im Bereich der Inflationsrate" - um 17 Prozent hinaufgegangen seien. Neben der viel diskutierten Entwicklung der Mietpreise seien die Betriebskosten ein ebenso wichtiger Preistreiber bei den Wohnkosten.

Immobilienkäufer schrauben
Wohnungsgröße zurück


Angesichts der in der Vergangenheit bereits stark gestiegenen Immobilienpreise stehen mittlerweile nur noch kleinere Wohnungen im Fokus. Die Immobilienkäufer seien "bereit oder gezwungen, Abstriche bei der Größe ihrer Wohnung zu machen", erklärt "ImmobilienScout24". Die nachgefragten Eigentumswohnungen waren im Vorjahr im bundesweiten Schnitt 89 m2 groß (2010: 94 m2). Zuletzt wollten nur noch 38 Prozent eine Vier-Zimmer-Wohnung (2010: 43 Prozent).

Weiter deutlich erhöht hat sich 2014 die Nachfrage nach Häusern (plus 5,8 Prozent) und Grundstücken (plus 4,3 Prozent). Gegenüber 2010 stiegen die Suchanfragen bei Häusern um 12 Prozent, bei Grundstücken um 30 Prozent. In Wien habe sich die Nachfrage nach Grundstücken von 2010 bis 2014 sogar verdoppelt.

Größere Verteuerungen gab es im abgelaufenen Jahr lediglich bei neuwertigen Häusern (plus 4,4 Prozent) sowie bei Grund und Boden (plus 5 Prozent) - und das in fast allen Bundesländern, besonders stark aber im Westen Österreichs.