Wien. (kle) Die niederösterreichische Traditionsfirma Bene ist seit Freitag gerettet. Zwei Investoren, der Sanierer Erhard Grossnigg und der frühere ÖVP-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, übernehmen den angeschlagenen Büromöbelhersteller und führen ihm frisches Kapital zu. An der Wiener Börse legte die Bene-Aktie am Montag massiv zu. Im Handelsverlauf ging es mit dem Kurs um bis zu 42,5 Prozent auf 57,3 Cent nach oben.

Die neuen Eigentümer halten in Zukunft rund 90 Prozent der Anteile. "Der Investoreneinstieg sichert dem Unternehmen frisches Kapital, den Fortbestand der Marke Bene und die Aufrechterhaltung der Produktion in Waidhofen an der Ybbs", hatte es Freitagabend nach Börsenschluss in einer Aussendung der Firma geheißen.

An der Börse ist die Bene AG seit Herbst 2006 gelistet, ausgegeben wurden ihre Aktien damals zu je 5,50 Euro. Die Probleme des Unternehmens begannen nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Eine zu aggressive Expansion, aber auch starker Preisdruck in der Branche und eine aufgeblähte Verwaltung haben Bene über Jahre hinweg rote Bilanzen beschert. Zudem ist die Firma hoch verschuldet.

Der Einstieg Grossniggs und Bartensteins wird nun, wie es hieß, von einem "substanziellen Schuldennachlass" der Gläubigerbanken begleitet. Um Verluste abzubauen, wird ein Kapitalschnitt durchgeführt, dann bringen die neuen Eigentümer 18 Millionen Euro frisches Geld ein. Der Deal braucht noch die Zustimmung der Hauptversammlung, laut Bene soll sie zeitnah erfolgen.