Wien/Klagenfurt. Die staatliche Bad Bank Heta - die bis Ende Oktober 2014 als Hypo Alpe Adria International bekannt war - braucht für die Bilanzerstellung 2014 länger. Am Freitagabend teilte die Heta mit, dass der Jahresfinanzbericht 2014 nicht wie vorgesehen bis 30. April veröffentlicht werden kann. Zuvor hatte der Vorstand den Aufsichtsrat darüber informiert.

Die Finanzmarktaufsicht wurde über die Verschiebung in Kenntnis gesetzt. Der Heta-Vorstand geht davon aus, dass der Bericht Ende Mai veröffentlicht werden kann.

Als Hauptgrund für die Verzögerungen wurde in einer ad hoc Meldung Freitagabend angegeben, dass die Neubewertung der Vermögenswerte (AQR/Asset Quality Review) der Heta-Gruppe mehr Zeit in Anspruch nehmen wird als ursprünglich geplant. Fest steht seit längerem, dass milliardenschwere Abschreibungen zu verbuchen sind. Wegen dieser massiven Drohverluste hat die FMA als Abwicklungsbehörde am 1. März ein Schuldenmoratorium - also einen vorläufigen Zahlungsstopp - über die Heta verhängt.

Dem Bescheid der Abwicklungsbehörde vom 1. März über das Moratorium lagen nach Heta-Angaben vom Freitagabend lediglich erste, vorläufige Ergebnisse der Bewertungen zugrunde.