Salzburg. (apa/kle) Die Serie der Hiobsbotschaften für den Arbeitsmarkt reißt nicht ab. Hatte der niederösterreichische Büromöbelproduzent Bene erst kürzlich den Abbau von 127 Stellen vermeldet, kommt es nun auch beim Salzburger Beschlägehersteller Mayer & Co (Maco) zu einer Kündigungswelle. Bis zu 170 Mitarbeiter müssen gehen, teilte die Firma zu Wochenbeginn mit. Das Unternehmen reagiere damit auf die Konkurrenz durch Billiglohnländer und auf die seit 2008 andauernde Wirtschaftskrise, die vor allem in Russland, der Ukraine, Frankreich und Italien zu Auftragseinbrüchen geführt habe.

Der geplante Stellenabbau bedeute aber auch, "dass es rund 1500 Mitarbeiter in den drei österreichischen Werken nicht treffen wird", betonte Maco-Chef Herbert Roland Steiner. Derzeit arbeiten am Standort in der Stadt Salzburg noch 650 Menschen, in Trieben 950 und in Mauterndorf 65. Für die Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz verlieren, sollen zusammen mit den Belegschaftsvertretern individuelle Sozialpläne erarbeitet werden, so Steiner und Maco-Eigentümer Ernst Mayer in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz.

Jobabbau auch im Ausland


Maco ist 1947 gegründet worden, die Firma ist zur Gänze in Familienbesitz. Das Unternehmen hat in insgesamt 16 Ländern rund 2300 Beschäftigte. Produziert werden unter anderem Dreh- und Kipp-Fensterbeschläge sowie Beschläge für Schiebtüren, Fenster- und Türgriffe.

Wie Steiner ankündigte, werde es auch an ausländischen Standorten zu Personalabbau kommen. Wie viele Arbeitnehmer dann in Summe von den Kündigungen betroffen sind und welche Kosten damit eingespart werden sollen, sagte der Manager jedoch nicht. Investieren will das Unternehmen künftig verstärkt in die für Maco neuen Märkte in China, Südamerika und Nordafrika.