Waidhofen a.d. Ybbs. Im Vorfeld der Entscheidung über einen Eigentümerwechsel sind die im Segment mid market der Wiener Börse notierten Aktien des angeschlagenen Büromöbelherstellers Bene am Montag zu Mittag um satte 28 Prozent auf 0,11 Euro abgestürzt. Die Aktionäre des Unternehmens entscheiden heute in einer zukunftsweisenden außerordentlichen Hauptversammlung (HV) über das Schicksal des Traditionsunternehmens.

Die Zustimmung der Anteilshaber ist notwendig, um dem Sanierer Erhard Grossnigg sowie Ex-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein den Einstieg bei Bene zu ermöglichen. Damit hätten nach 225 Jahren in Familienbesitz erstmals Fremde das Sagen.

Auf der HV-Tagesordnung stehen eine Kapitalherabsetzung bei gleichzeitiger Kapitalzufuhr, außerdem soll der Aufsichtsrat ausgetauscht und um eine Person reduziert werden. Ohne den Einstieg der Investoren ist Bene pleite, machten sowohl Neo-Eigentümer Grossnigg als auch Bene-Chef Rudolf Payer bereits klar.

Per Ende April war das Eigenkapital von Bene mit minus 40,9 Mio. Euro tiefrot. Der Umsatz wurde indessen im Jahresabstand um 10 Prozent auf 38,5 Mio. Euro gesteigert und der Verlust vor Steuern um 1,2 Mio. Euro auf 2,1 Mio. Euro gesenkt.