Wien. Der börsenotierte Immofinanz-Konzern ist im Geschäftsjahr 2014/15 tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust betrug nach vorläufigen Zahlen - die endgültigen Ergebnisse werden am 6. August nach Börsenschluss veröffentlicht - 361,4 Millionen Euro nach plus 72 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2013/2014. Der Vorstand wird der Hauptversammlung für 2014/15 daher keine Dividende vorschlagen, gab der Konzern am Montag bekannt.

Bürogebäude in Osteuropa abgewertet


Grund für den Verlust waren die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Russland, die sich in der Bewertung der Moskauer Einkaufszentren niederschlugen. Auch Bürogebäude in Osteuropa musste die Immofinanz abwerten.

Das operative Ergebnis stieg 2014/15 um 17 Prozent auf 316,5 Millionen Euro. Gestiegene Ergebnisbeiträge aus Immobilienverkäufen und aus der Immobilienentwicklung konnten den erwarteten Rückgang beim Ergebnis aus Asset Management deutlich überkompensieren.

Die Immofinanz bekam auch Währungseffekte zu spüren. Das deutlich niedrigere Finanzergebnis sei überwiegend auf unbare negative Wechselkurseffekte aus der Bewertung der US-Dollar-Finanzierungen der Moskauer Einkaufszentren sowie einen negativen unbaren Effekt aus der Bewertung der Umtauschanleihe auf Buwog-Aktien zurückzuführen.

In der ersten Jahreshälfte 2015 hatten sich die Immofinanz und die ebenfalls börsenotierte CA Immo monatelang eine Übernahmeschlacht geliefert. Wie der Chef der CA Immo, Bruno Ettenauer im "Wirtschaftsblatt" sagte, stehe ein Zusammengehen mit der Rivalin derzeit nicht zur Debatte. Die CA Immo strukturiert gerade ihr Portfolio um und will sich vor allem auf Bürogebäude konzentrieren. Eine Fusion hätte "nur langfristig Potenzial, zumal auch bei der Immofinanz eine Konzentration des Portfolios im Gange ist", sagte Ettenauer.