Wien. Die Stein- und keramische Industrie hat im ersten Halbjahr vor allem wegen fehlender Großprojekte im Hoch- und Straßenbau einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Die Umsätze gingen von 1,577 auf 1,568 Milliarden Euro zurück. Die Zahl der Beschäftigten blieb stabil bei etwa 14.000, gab der Branchenverband am Montag in einer Aussendung bekannt.

Das größte Umsatzplus gegenüber der ersten Hälfte des Vorjahres gab es mit gut 13 Prozent auf 68,6 Millionen Euro in der Sand- und Kiesindustrie. Das sei insbesondere auf mehrere Tunnelbauprojekte wie beispielsweise Semmering, Brenner oder Koralm zurückzuführen gewesen. Auch die Transportbetonindustrie (plus 3,3 Prozent auf 190,1 Millionen Euro) sowie die Beton- und -fertigteilindustrie (plus 1,8 Prozent auf 196,4 Millionen Euro) erzielten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Umsatzzuwächse.

Umsatzminus in Teilbranchen


In allen anderen bauaffinen Branchen schrumpften die Umsätze. Am stärksten war der Einbruch im Bereich Naturwerksteinindustrie (minus 9,7 Prozent auf 10,5 Millionen Euro), in der Zementindustrie (minus 7,3 Prozent auf 153,3 Millionen Euro), in der Putz- und Mörtelindustrie (minus 6,2 Prozent auf 186,8 Millionen Euro) sowie in der Schotterindustrie (minus 5,3 Prozent auf 42,7 Millionen Euro).

Bis Jahresende rechnet man im Fachverband Steine-Keramik für die gesamte Branche mit einem geringen, unter der Inflationsrate liegenden Umsatzplus.