Wien. (ede) 100 Prozent "grüner" Strom aus Kleinwasserkraft, Windenergie und Photovoltaik, moderne, energieeffiziente Technik in den Filialen, durchdachte Logistik, um Lkw-Fahrten auf ein Minimum zu reduzieren: Dem Lebensmitteldiskonter Hofer ist es ernst mit dem Klimaschutz.

Durch eine Reihe von Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen hat sich der ökologische Fußabdruck der Handelskette seit 2012 von 90.000 Tonnen auf 30.000 Tonnen CO2 reduziert. Um völlige CO2-Neutralität zu erreichen, werden diese 30.000 Tonnen seit heuer durch Investitionen in acht Klimaschutzprojekte kompensiert, die gemeinsam mit Experten der Universität für Bodenkultur (Boku) ausgewählt wurden. Das gab Günther Helm, Sprecher der Geschäftsleitung und Generaldirektor der Hofer KG, am Donnerstag in einem Pressegespräch bekannt. In der niederösterreichischen Gemeinde Bergland steht seit November die erste Hofer-Filiale, die gänzlich ohne CO2-Ausstoß auskommt.

Interesse an zweistelliger Zahl an Zielpunkt-Filialen


Helm bekundete Interesse an frei werdenden Filialen der im vergangenen November in die Insolvenz geschlitterten Handelskette Zielpunkt. Auf die Frage, für wieviele Standorte Hofer Angebote legen werde, antwortete Helm mit: "Wahrscheinlich im zweistelligen Bereich." Hofer betreibt rund 450 Filialen und will im Großraum Wien expandieren, wo Zielpunkt am stärksten vetreten war. Hofer gehört zur deutschen Unternehmensgruppe Aldi Süd, die seit 2014 alle Auslandstöchter von Österreich aus lenkt. Hofer hatte bis dahin die Märkte Slowenien, Ungarn und Schweiz mitbetreut, dann kamen auch die Aldi Süd-Töchter in den USA, in Australien, dem Vereinigten Königreich und Irland dazu. Der Einstieg in Italien steht bevor.