Wien. In den nächsten Monaten könnte Österreichs Wirtschaft nach Einschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) an Eigendynamik gewinnen. Allerdings würden nur einige Vorlaufindikatoren auf eine anhaltende Besserung hinweisen - andere ließen eher einen weiterhin trägen Konjunkturverlauf erwarten, erklärte das Wifo am Mittwoch.

International habe sich, so das Wifo, die Konjunktur seit Jahresbeginn stabilisiert.

Auf die Möglichkeit einer zunehmenden Eigendynamik deutet laut Wifo die homogene Entwicklung der Inlandsnachfrage-Komponenten sowie der Produktion der einzelnen Wirtschaftsbereiche. "Das differenzierte Bild der Vorlaufindikatoren lässt für das zweite Quartal zumindest keine stärkere Aufwärtstendenz erwarten", so das Institut im monatlichen Konjunkturbericht. Im ersten Quartal hatte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut Wifo-Schnellschätzung von Ende April zum Vorquartal real um 0,4 Prozent zugelegt, nach 0,3 Prozent im vierten und 0,2 Prozent im dritten Quartal. Die verhaltene Erholung am heimischen Arbeitsmarkt sei zuletzt ins Stocken gekommen. Zwar hätten Beschäftigung und Job-Angebot auch im April zugenommen; die Arbeitslosigkeit sei aber im Monatsverlauf zuletzt wieder gestiegen, heißt es aus dem Wifo.

AMS-Chef Johannes Kopf zeigte sich wenig überrascht. Er habe schon aufgrund der Arbeitsmarktzahlen vom April vermutet, dass das Wachstum höher sei als vorhergesagt, teilte er auf Twitter mit.