Wien. (apa/kle) Das Verkehrsbüro, Österreichs größter Tourismuskonzern, hat 2015 gut verdient. Gegenüber dem Jahr davor stieg der Gewinn vor Steuern um 26,6 Prozent auf 9,6 Millionen Euro. Bei seinen Umsätzen legte das Unternehmen um zwei Prozent auf 888,9 Millionen Euro zu. Die Eigenkapitalquote stieg von 32 auf 33 Prozent.

"Besonders dynamisch verlief das Hotelleriegeschäft, das einen Turnaround schaffte", berichtete Verkehrsbüro-Chef Harald Nograsek am Donnerstag in einer Presseaussendung. "Eine bemerkenswerte Entwicklung verzeichnete auch das Urlaubsgeschäft, dessen Wachstum über dem Branchendurchschnitt lag. Die Geschäftsreisen verzeichnen zwar wieder ein Umsatzwachstum, die Preise blieben jedoch rückläufig."

Pluspunkte in allen Sparten


In der Leisure-Touristik (Freizeitreisen) lag der Umsatz 2015 mit 599,3 Millionen Euro um 1,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Insgesamt 1,72 Millionen Personen (plus 0,9 Prozent) buchten Reisen - bei Eurotours und bei den 116 Ruefa-Reisebüros. Der Vorsteuergewinn der Firmensparte betrug 8,6 Millionen Euro und lag damit um 2,4 Prozent höher als im Jahr davor.

In der Geschäftssparte Hotellerie & Veranstaltungen (inklusive Palais Events und Motel One) fielen die Umsätze mit 174,7 Millionen Euro um gut fünf Prozent höher aus. Nograsek: "Ausschlaggebend für diese Dynamik war die starke Buchungslage am Wiener Markt." In der Sparte Business-Touristik mit Geschäftsreisen und Kongressmanagement wuchs der Umsatz 2015 um 4,8 Prozent auf 166,8 Millionen Euro.

Zum Ausblick für heuer sagte Nograsek: "Angesichts der schweren politischen Krisen speziell im Nahen Osten und der Flüchtlingsbewegungen kann derzeit keine verlässliche Prognose für die Geschäftsentwicklung des laufenden Jahres abgegeben werden."