Wien. (kle/apa) Der Plan für die Übersiedlung des Osteuropa-Geschäfts von der Bank Austria direkt unter das Dach der italienischen Konzernmutter Unicredit in Mailand ist fix. Die neue Struktur soll ab 1. Oktober gelten. Am 1. August stehen in Wien Hauptversammlungsbeschlüsse an.

Die Osteuropa-Sparte wird zunächst aus Wien abgespalten und dann auf die Unicredit Mailand verschmolzen. Wie die Tageszeitung "Der Standard" unter Bezug auf die Spaltungs- und Umgründungspläne schreibt, nehmen die Vertragsparteien den 1. Oktober "als rechtlichen Wirksamkeitstag in Aussicht". Voraussetzung dafür ist, dass die Aufsichtsbehörden ihr Okay geben. Neben den organisatorischen CEE-Bereichen gehen alle 13 osteuropäischen Bank-Austria-Tochtergesellschaften samt ihren Rechten und Verpflichtungen von Wien nach Mailand.

Offenbar akzeptiert haben die Italiener Bedingungen der Bank-Austria-Belegschaftsvertreter, dass die Mitarbeiter, die bisher in der Steuerung der Osteuropa-Sparte tätig waren, das auch künftig tun dürfen. Dafür soll es Entsendeverträge geben. Laut Vertragswerk würden die Dienstverhältnisse von rund 270 Mitarbeitern mitübersiedelt - jene von ihnen, die in der Bank Austria definitiv gestellt (de facto unkündbar) sind, würden aber delegiert. Von 99 Mitarbeitern soll die Rede sein.

EU-Garantien für KMU-Kredite


Unterdessen erhält die Bank Austria vom Europäischen Investitionsfonds (EIF) Garantien für Kredite an "innovative" kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) im Volumen von bis zu 200 Millionen Euro. Eine entsprechende Vereinbarung ist am Donnerstag in Wien unterzeichnet worden. Der EIF gehört zur Europäischen Investitionsbank.