Wien.  Der börsennotierte Stromkonzern Verbund hat für das Geschäftsjahr 2016 seine Gewinnprognose erhöht und gleichzeitig die Ausschüttungsquote von bisher rund 50 auf rund 30 Prozent gesenkt. Die Prognose für das Ebitda wurde von 750 auf 840 Milionen Euro und für den Konzerngewinn von 230 auf 270 Milionen Euro erhöht. Das bereinigte Konzernergebnis werde rund 290 (bisher: rund 230) Millionen Euro betragen.

"Die Anpassung des Ergebnisausblicks ist auf Kosteneinsparungen aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen, ein höheres Ergebnis im Netzbereich sowie Verbesserungen im Stromgeschäft zurückzuführen", teilte der zu 51 Prozent im Besitz der Republik Österreich stehende Verbund am Montag in einer Ad hoc-Aussendung mit.

Neues Kostensenkungsprogramm

Die Eckpunkte des neuen Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramms umfassen neben Aufwandsreduktionen und Effizienzsteigerungen auch eine weitere Reduktion von rund 175 Stellen bis 2020. Beim Personalaufwand und sonstigen betrieblichen Aufwand behält der Verbund im Wesentlichen das Kostenniveau 2015 bis zum Jahr 2019 bei. Darüber hinaus werden die Wachstums- und Instandhaltungsinvestitionen für den Zeitraum 2016 bis 2019 von 1,5 auf 1,0 Milliarden Euro reduziert.

In diesem Zusammenhang wird auch die bisherige Dividendenpolitik geändert. Für das Geschäftsjahr 2016 werden nunmehr rund 30 Prozent des um Einmaleffekte bereinigten Konzernergebnisses ausgeschüttet. Bisher waren es rund 50 Prozent. Somit würde für 2016 trotz erhöhter Gewinnprognose weniger ausgeschüttet werden - nämlich rund 87 statt rund 115 Millionen Euro.

Die Bekanntgabe der Ausschüttungsquote für das Geschäftsjahr 2017 wird voraussichtlich im März 2017 im Rahmen der Ergebnisveröffentlichung 2016 erfolgen.