WIen. Die Grazer Einkaufsgemeinschaft Lyoness hat zwei ihrer Kritiker wegen Ruf- und Geschäftsschädigung geklagt. In einer Aussendung schreibt Lyoness von einer "massiven Schmutzkübelkampagne", die von dem Wiener Anwalt Josef Fromhold und "einem selbsternannten ‚investigativen Journalisten‘, einem gewissen Bernhard Ecker", betrieben werde.

Im April waren die strafrechtlichen Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gegen Lyoness wegen Verdachts auf schweren gewerbsmäßigen Betrug und Pyramidenspiel vom Wiener Oberlandesgericht eingestellt worden. Fromhold und Ecker werfen dem zuständigen Staatsanwalt Schlamperei vor und haben eine sogenannte Dienstaufsichtsbeschwerde bei der Oberbehörde eingebracht. In dem Beschwerdeschreiben erheben sie nicht nur Vorwürfe gegen die Justiz, sondern auch gegen Lyoness. Dabei geht es um die Themen Länderpakete und eine Partnerschaft zwischen Lyoness und Rapid.

Die Vorwürfe beziehen sich auf den Strukturvertrieb von Lyoness, der 2014 in Lyconet unbenannt wurde. Lyconet richtet sich an selbständige Unternehmer. In der Öffentlichkeit bekannter ist die Cash-back-Rabattkarte von Lyoness.

Die Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Kapitalmarktgesetz (KMG) gegen die Lyoness Europe AG und den Unternehmensgründer Hubert Freidl laufen unterdessen weiter.