Zu den Projektentwicklungen der UBM gehören auch Wohngebäude wie etwa das in der Berliner Inselstraße. - © UBM
Zu den Projektentwicklungen der UBM gehören auch Wohngebäude wie etwa das in der Berliner Inselstraße. - © UBM

Wien. (kle/apa) Der Wiener Immobilienentwickler UBM hat im ersten Halbjahr sein im gleichen Vorjahreszeitraum erzieltes Rekordergebnis wiederholen können. Brutto, also vor Steuern, lag der Gewinn mit 15,5 Millionen Euro geringfügig über dem Vorjahreswert. "Das Marktumfeld ist im Moment ideal", sagte der seit Anfang Juni amtierende neue Firmenchef Thomas Winkler am Donnerstag vor Journalisten. "Wir sind einer der Profiteure der wirtschaftlichen Unsicherheiten."

Beim Nettogewinn legte UBM in den ersten sechs Monaten wesentlich deutlicher zu - um 42 Prozent auf zwölf Millionen Euro. Wie Winkler dazu erklärte, wäre es jedoch "nicht seriös", das hervorzuheben. Der Grund für das kräftige Plus liege nämlich "in einer sehr hohen Steuerquote letztes Jahr, die sich dieses Jahr normalisiert hat".

Seine Erlöse aus dem Verkauf von Immobilien hat das börsennotierte Unternehmen im Halbjahr um 60 Prozent auf 116,6 Millionen Euro gesteigert. Gleichzeitig stieg seine Nettoverschuldung von 610 auf 650 Millionen Euro.

Massive Investitionen


"Wir haben enorm viel verkauft, aber noch mehr investiert", erklärte Winkler. Die Investitionen würden "auch zwangsläufig dazu führen, dass unsere Nettoverschuldung erst über die nächsten zwölf Monate ihren Höhepunkt erreichen wird". Zwar verlange der Kapitalmarkt einen Schuldenabbau. "Aber das wäre aus unserer Sicht strategisch nicht richtig", betonte der UBM-Chef. "Wir sind davon überzeugt, dass diese Investitionen die zukünftige Profitabilität erheblich stützen werden."

Am Ziel, das Rekordjahr 2015 mit einem Vorsteuergewinn von 50 Millionen Euro heuer zu wiederholen, hält Winkler nach dem gut gelaufenen Halbjahr fest. Bei der Dividende will er auf Kontinuität setzen. Allerdings sei bei der Dividende von 1,60 Euro für 2015 eine Sonderdividende von 60 Cent je Aktie enthalten gewesen. Diese Sonderdividende abermals zu bezahlen sei nur bei entsprechenden Einnahmen sinnvoll.

Die UBM hat derzeit ein Immobilienportfolio im Buchwert von 1,3 Milliarden Euro. Davon entfallen 500 Millionen auf Bestandsimmobilien, gut 200 Millionen auf Hotels, 100 Millionen auf Grundstücksreserven und ebenfalls 500 Millionen Euro auf das Entwicklungsgeschäft.