Leoben. Der steirische Holzkonzern Mayr Melnhof Holding AG hat vor wenigen Jahren noch Verluste in Millionenhöhe geschrieben, 2014 gelang der Turnaround und seit spätestens heuer steht fest, dass das Unternehmen nachhaltig saniert ist. 2015 lag der Umsatz bei 560 Millionen Euro und der Vorsteuergewinn bei 36,8 Millionen Euro, rund 50 Prozent höher als im Jahr davor. "Wir haben uns auf profitable Geschäfte konzentriert, ein striktes Kostenmanagement gefahren und die Bereiche Rohstoffe und Mitarbeiter kritisch bearbeitet", sagt Mayr-Melnhof-Holz-Vorstandsvorsitzender Richard Stralz, unter dessen Führung die Restrukturierung gelungen ist.

Rund- und Schnittholz machen bei Mayr Melnhof einen großen Teil der Betriebsleistung aus. Hier wurden Optimierungen vorgenommen, um den Materialverbrauch zu verbessern, sprich mehr Schnittholz aus einem Baum zu holen. "Wir haben auch das Einkaufsmarketing verbessert und verstärkt bei sägewerksnahen Lieferanten eingekauft", sagt Stralz.

Unprofitable Geschäfte wurden zurückgefahren, Produkte aus einigen Märkten zurückgenommen. Für 2016 rechnet Stralz mit etwas weniger Umsatz, dafür aber mehr Gewinn. Grund dafür ist der Verkauf des Werkes im oberösterreichischen Frankenmarkt. Auch wurde das Werk im steirischen Kalwang mit dem 20 Kilometer entfernten Standort in Gaishorn zusammengelegt. Die Restrukturierung konnte Stralz bereits im Vorjahr und damit früher als geplant beenden. "Wir waren im Businessplan besser, als mit den Banken vereinbart. Wir sind jetzt wieder normaler Firmenkunde."

Auch die Probleme mit dem niedrigen Eigenkapital und den hohen Bankverbindlichkeiten hätten sich entspannt. 2014 lag die Eigenkapitalquote bei zwölf Prozent, heuer sind es mehr als 25 Prozent. Die Bankverbindlichkeiten haben sich von 179 Millionen Euro auf unter 150 Millionen Euro reduziert. Für das Geschäftsjahr 2017 ist Stralz optimistisch. "Der Umsatz wird höher als 2016 sein und es wird sich auch der Ertrag verbessern."

Markt in Europa stabil

Der Schnittholzmarkt werde unter Druck bleiben - vor allem in der Levante gebe es starke Nachfragerückgänge. Europa sei stabil, Österreich und Deutschland liefen gut, Italien habe die Talsohle durchschritten und Spanien sich erholt. Größtes Wachstum gibt es in in Asien, das soll auch so bleiben. Beim Brettschichtholz und Brettsperrholz soll die Nachfrage in der D-A-CH-Region und in Italien hoch bleiben.