Wien/Mailand. Die milliardenschwere Kapitalerhöhung, die die Bank-Austria-Mutter UniCredit am Montag startet, wird das Geldhaus 500 Millionen Euro kosten. Der Betrag beinhaltet laut einer Presseaussendung unter anderem die Kosten für Berater und für den Bankenpool, der die Kapitalerhöhung garantieren.

Die größte italienische Bank bietet den Aktionären bei ihrer Rekord-Kapitalerhöhung einen Abschlag von 38 Prozent auf den Aktienkurs. Neue Aktien werden zu einem Preis von 8,09 Euro ausgegeben. Für fünf alte Aktien erhalten Investoren 13 neue UniCredit-Papiere.

Die UniCredit leidet, wie andere Institute des Landes auch, unter der Wirtschaftsflaute in Italien. Diese führte dazu, dass viele Kredite platzen. Allein im vierten Quartal schrieb UniCredit dafür 12,2 Milliarden Euro ab. Nun sollen weitere 6500 Stellen gestrichen werden.

Das wirkt sich auch auf die Österreich-Tochter Bank Austria aus. Im Zuge der Restrukturierungen im Vorjahr ist das höchst lukrative Ostgeschäft der Bank in den Mutterkonzern nach Mailand gewandert. Bis 2018 sollen 300 Millionen Euro eingespart werden. Zahlreiche Filialen werden oder wurden schon geschlossen.