Wien. (kle/apa) Der Wiener Mautsystem-Spezialist Kapsch TrafficCom hat in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres 2016/17 mehr Umsatz und Gewinn eingefahren. Unterm Strich verdiente das börsennotierte Unternehmen mit 29,4 Millionen Euro um 16,3 Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Beim Umsatz legte es sogar um 27,6 Prozent auf 483,8 Millionen Euro zu.

Wie Kapsch TrafficCom dazu am Mittwoch mitteilte, habe das Anfang April von Schneider Electric gekaufte Verkehrssteuerungsgeschäft 80,7 Millionen Euro zum Neunmonatsumsatz beigesteuert. Die Sparte umfasst die Steuerung von Ampelsystemen, Verkehrsinformationszentralen sowie intelligente Parksuchhilfen.

"Wir liegen weiterhin gut auf Kurs bei der Umsetzung unserer Strategie 2020", wird Firmenchef Georg Kapsch in einer Aussendung zitiert. Die Gruppe wachse sowohl organisch - also aus eigener Kraft - als auch durch Akquisitionen.

Wachstumsmarkt Nordamerika


Vor Zinsen und Steuern blieb das Ergebnis (Ebit) in den ersten drei Geschäftsquartalen mit 43 Millionen Euro (minus 0,7 Prozent) stabil. Wegen des noch negativen Ergebnisbeitrags der neu erworbenen Geschäftssparte und der mit diesem Zukauf verbundenen Integrationskosten sei die Ebit-Marge um 2,5 Prozentpunkte auf 8,9 Prozent zurückgegangen, hieß es weiter. Aus heutiger Sicht sollte die Integration aber im Großen und Ganzen mit Ende des laufenden Geschäftsjahres abgeschlossen sein. Positive Synergie-Effekte durch die Akquisition erwartet Kapsch TrafficCom für das kommende Wirtschaftsjahr 2017/18.

Vertriebsseitig sei in Tschechien der Betrieb des Lkw-Mautsystems vorerst auf bis zu drei Jahre verlängert worden, teilte der Konzern weiter mit. In Österreich hat Kapsch TrafficCom den Zuschlag für die Errichtung und den technischen Betrieb des landesweiten Mautsystems für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen erhalten. Als wichtigster Wachstumsmarkt wird derzeit aber Nordamerika gesehen.