Wien. Der führende heimische Stromkonzern Verbund hat voriges Jahr dank einiger Sondereffekte den Nettogewinn wie geplant mehr als verdoppelt und auch operativ deutlich besser verdient. Unterm Strich verdiente der Verbund mit 424 Mio. Euro um 104 Prozent mehr, bereinigt betrug das Plus noch immer 21 Prozent auf 326 Mio. Euro. Als Dividende sind 29 Cent je Aktie geplant, nach 35 Cent/Aktie für 2015.

Mit dem Nettogewinn und einem EBITDA von 1,044 Mrd. Euro (+17,5 Prozent) hat der Verbund seine zuletzt kurz vor Weihnachten erneut angehobene Ergebnisprognose leicht übertroffen und auch die Analystenerwartungen erfüllt. Bereinigt um Einmaleffekte stieg das EBITDA trotz marktbedingt weiter gesunkener Absatzpreise um 6,6 Prozent auf 895 Mio. Euro, wie der Verbund Mittwochfrüh vor dem Bilanzpressegespräch mitteilte. Die geplante Ausschüttung von 0,29 Euro je Aktie - befinden soll darüber die HV am 5. April - entspricht 30,9 Prozent Ausschüttungsquote bezogen aufs bereinigte Konzernergebnis.

Sparkurs und Wasserführung halfen

Für 2017 gibt sich der Verbund im Ausblick mit einem EBITDA-Ziel von rund 800 Mio. Euro und einem angepeilten Konzernergebnis von rund 280 Mio. Euro - auf Basis einer durchschnittlichen Wasser- und Windkraft-Eigenerzeugung - bescheiden.

Ergebnisverbessernd ausgewirkt haben sich 2016 neben einer besseren Wasserführung die Bereinigung zweier offener Mellach-Punkte als Einmaleffekte sowie die Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen, bessere Ergebnisse im thermischen Bereich, ein höheres Netz-Ergebnis sowie eine Reduktion im Zinsaufwand. Zuletzt einigte sich der Verbund mit der Energie Steiermark über offene Themen zur Fernwärme-Lieferung aus dem Steinkohlekraftwerk Mellach, davor war man sich bereits mit der OMV-Tochter EconGas zu Mellach-Gaslieferungen für das Kombikraftwerk handelseins geworden. Der wesentlichste negative Einmaleffekt betraf die Wertminderung der Windparks in Rumänien.