Wien. (kle) Für die kleine burgenländische Firma Cleen Energy war gestern, Donnerstag, Börsenpremiere in Wien. Der erste Handelstag bescherte dem neuen Aktientitel einen kräftigen Kurssprung: 4,19 Euro entsprachen einem Plus von 24,7 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis von 3,36 Euro. Äußerst mager fiel allerdings das Handelsvolumen aus. So lag der Stückumsatz bei lediglich 60 Aktien (Doppelzählung), der Geldumsatz bei gerade einmal 251 Euro.

Laut Firmenangaben sind rund 15,8 Prozent der Aktien breit im Börsenpublikum gestreut. Gehandelt werden die Cleen-Energy-Aktien im "standard market", einem Segment, wo die Preisbildung einmal täglich in der Mittagsauktion gegen 13.30 Uhr möglich ist. Dieses Handelssegment der Wiener Börse gilt als nicht gerade liquide. Das bedeutet, dass es dort im Regelfall alles andere als einfach ist, Aktien in bestimmter Menge und zu bestimmten Preisen zu kaufen oder zu verkaufen.

Wachstumsträchtiges Geschäft


Cleen Energy ist eigenen Angaben zufolge auf Energie-Einsparungen im Gewerbe- und Industriebereich spezialisiert. "Um auch in Zukunft wachsen zu können und für eine Kapitalaufnahme vorbereitet zu sein, haben wir den Weg an die Heimatbörse beschritten", so Vorstand Lukas Scherzenlehner, der die Firma 2014 mit einem Partner gegründet hat.

Das Geschäftsmodell von Cleen Energy ist ausgerichtet auf Stromsparlösungen in Unternehmen. Die Burgenländer sehen hier einen riesigen Markt. Zum Einsatz bringen sie energiesparende LED-Beleuchtungstechnik, aber auch intelligente Steuerungen, um Strom zu sparen. Zu den Kunden zählen unter anderen der Handelskonzern Rewe und die Stahlhandelsfirma Frankstahl. Nach dem Börsengang sollen nun neue Mitarbeiter aufgenommen und weitere Kunden akquiriert werden.

Die Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr will Cleen Energy Ende April vorlegen. Im ersten Halbjahr 2016 lag der Umsatz bei 3,5 Millionen Euro, der Vorsteuergewinn bei rund 618.000 Euro.