Wien. Der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic will mit Hilfe der Bank of America Corp. und der Credit Suisse Group AG an die Börse gehen. Das berichteten mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Bloomberg. Gleichzeitig begleitet die australische Investmentbank Macquarie den Verkauf beratend.

Die Transaktion würde das Unternehmen insgesamt mit mehr als sechs Milliarden Euro bewerten. Sollten wie geplant 20 bis 30 Prozent des Kapitals platziert werden, wäre das einer der größten Börsengänge eines österreichischen Unternehmens. Die Transaktion solle in der zweiten Jahreshälfte möglicherweise in Frankfurt stattfinden. Zuletzt kamen aus dem Unternehmen Wachstumsmeldungen: 2016 steigerte der Großeigner der teilstaatlichen Casinos Austria den Umsatz auf ein Rekordniveau: Im Vorjahr setzte der Börsenkandidat knapp 2,3 Milliarden Euro um, um zehn Prozent mehr als im Jahr 2015. Die Akquisitionskosten drückten jedoch ziemlich auf den Gewinn. Unternehmensgründer und Milliardär Johann Graf ließ sich weniger Dividende auszahlen: 50,8 Millionen statt 161,3 Millionen Euro. Zum Novomatic-Imperium zählen mittlerweile mehr als 200 vollkonsolidierte Unternehmen auf der ganzen Welt.