Wien. (apa/kle) Die S-Versicherung, die Nummer zwei am heimischen Lebensversicherungsmarkt nach der Uniqa Österreich, rechnet wegen des anhaltenden Zinstiefs künftig mit deutlich mehr Nachfrage bei Fondspolizzen, mit wenig Nachfrage hingegen bei Einmalerlägen. 2016 sind die Prämieneinnahmen der Vienna-Insurance-Tochter gegenüber dem Jahr davor um 7,9 Prozent auf 761,9 Millionen Euro gesunken - de facto aber nur wegen eines starken Rückgangs bei Verträgen mit Einmalzahlung, wie aus dem nun veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht.

Von den Gesamteinnahmen der S-Versicherung stammten im Vorjahr 96 Prozent aus der Lebensversicherung. Während die Einnahmen bei Verträgen mit laufender Prämie mit 478,4 Millionen Euro konstant blieben, sanken sie bei den Einmalerlägen um 18,3 Prozent auf 283,5 Millionen Euro. Zum Vergleich: In der gesamten Branche schrumpften die Einmalprämien wegen der niedrigen Zinsen und der damit verbundenen schwierigen Veranlagung um ein Drittel auf 1,1 Milliarden Euro.

Sparte Unfall lukrativer


Die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge bietet die S-Versicherung - anders als etliche Mitbewerber, die sich davon bereits verabschiedet haben - weiter an. Man gehe hier bewusst einen anderen Weg und sehe sich bestätigt, nota bene sei die Zukunftsvorsorge als einziges Produkt der privaten Altersvorsorge völlig steuerfrei und dazu noch staatlich gefördert. 2016 nahm die S-Versicherung in diesem Bereich 131,7 Millionen Euro ein (plus 2,1 Prozent), mit rund 180.000 Verträgen hält sie einen Marktanteil von 14,8 Prozent.

In der Unfallversicherung fielen die Prämieneinnahmen mit 33,1 Millionen Euro um 10,1 Prozent höher aus. Diese Geschäftssparte war im Vorjahr deutlich rentabler als der Lebensversicherungsbereich. Insgesamt verdiente die S-Versicherung 2016 vor Steuern 40,5 (nach 43,4) Millionen Euro. Der Nettogewinn sank von 29,4 auf 19,4 Millionen Euro.