Wien. (apa/kle) AUA-Chef Kay Kratky stellt in Aussicht, dass das heurige Ergebnis der Lufthansa-Tochter besser ausfallen wird als nach dem ersten Quartal angekündigt. Das bisher ausgegebene Gewinnziel von 100 Millionen Euro sei zwar heuer außer Reichweite, stelle aber ohnehin nur einen Zwischenschritt dar. Um in die Langstrecke investieren zu können, brauche die AUA mittelfristig 140 Millionen Euro Gewinn pro Jahr, sagt Kratky.

Das erste Quartal 2017 hatte der rot-weiß-roten Fluglinie einen deutlich höheren Betriebsverlust beschert, der Jahresausblick für den Gewinn wurde auf "schlechter als 2016" (damals 58 Millionen Euro) gesenkt. Im zweiten Quartal lief das Geschäft aber wieder besser. Kratky erwartet "auch einen starken Sommer".

Neue Langstreckenflotte

Vor allem im Langstreckengeschäft hat die AUA viel vor. Soeben wurde ihr ein zusätzliches - zwölftes - Langstreckenflugzeug genehmigt. "Wir bekommen immerhin zehn Prozent mehr Kapazität für die Langstrecke", so Kratky. Die Boeing 777 wird im Mai 2018 in Betrieb gestellt. Das ermöglicht der AUA laut Luftfahrtexperten bis zu zwei neue Destinationen, eine davon sollte ab dem Sommerflugplan 2018 aktiv sein. Kratky äußert sich nicht zu neuen Zielen, für die nächsten Tage wird jedoch eine Ankündigung erwartet.

Zur Erneuerung der gesamten, in die Jahre gekommenen Langstreckenflotte gibt es indes noch keine Entscheidung der AUA-Mutter Lufthansa. Diese werde für 2017 "von einigen erwartet", sagt Kratky. In Wahrheit habe die AUA dafür aber bis 2018 noch Zeit, da die ersten Flugzeuge des Typs Boeing 767 Ende 2019/Anfang 2020 das Ende ihrer Betriebszeit erreichen, die Boeing 777 noch später.

Wichtig sei jedenfalls, dass die AUA diese Investitionen aus eigener Kraft stemmen könne, betont Kratky. Je nach gewähltem Flugzeugtyp sei für die Erneuerung der Langstreckenflotte ein Investitionsvolumen von einer bis zwei Milliarden Euro notwendig.