Wien. (kle) Die staatliche Abbaueinheit Heta, die aus der Kärntner Krisenbank Hypo Alpe Adria hervorgegangen ist, kommt mit der Verwertung ihrer Assets rascher voran als gedacht, und es soll dabei nun auch mehr Geld hereingespült werden als ursprünglich erwartet. Die finale Abwicklung der Gesellschaft wird ihr bisheriger Vorstandsvorsitzender dann aber nicht mehr erledigen, denn Sebastian Schoenaich-Carolath hat dem Heta-Aufsichtsrat mitgeteilt, dass er sein Mandat nicht mehr verlängern möchte. Damit scheidet der aus einer schlesischen Adelsfamilie stammende Manager nach gut zwei Jahren per Ende August aus dem Vorstand aus.

Wie die Heta am Donnerstag im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung weiter mitteilte, fungiert ab September Alexander Tscherteu (im Bild) als Vorstandssprecher. Ab diesem Zeitpunkt besteht der Vorstand der Heta Asset Resolution - so ihr voller Firmenname - nur noch aus drei (statt vier) Personen. Neben Tscherteu sind da Martin Handrich und Arnold Schiefer.

Abbau schon 2020 fertig

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) betonte in einer Aussendung, dass der bisherige Abbauerfolg der Heta deutlich über den ursprünglichen Erwartungen liege. In den vergangenen Tagen sind vorzeitig knapp sechs Milliarden Euro an die Gläubiger ausgeschüttet worden.

Parallel dazu hat der Aufsichtsrat am Donnerstag einen neuen Finanzplan verabschiedet, nachdem es laut Schoenaich-Carolath gelungen ist, "den Barbestand von 2,3 Milliarden Euro per Ende 2014 auf 8,5 Milliarden Euro zum Halbjahr 2017 zu erhöhen und damit das für Ende 2018 geplante Ziel schon jetzt zu erreichen". Aus heutiger Sicht erwartet die Heta nun, dass die Verwertung der Assets letztlich 9,6 Milliarden Euro einbringt und mit Ende 2020 bereits zwei bis drei Jahre früher abgeschlossen sein wird.