Wien. Auch wenn viele von Home-Office und Desk-Sharing reden, sind heimische Firmen bei flexiblen Arbeitszeitmodellen eher konservativ. Das Gros setzt auf den Klassiker Gleitzeit mit Kernzeit, Modelle ohne Kernarbeitszeiten oder Vertrauensarbeitszeit sind selten. Das geht aus einer Deloitte-Studie hervor. Präsenz gilt noch immer als Leistungsindikator, klare Regeln zur Abgrenzung von Beruf und Privatleben gibt es kaum.

"Richtlinien in Bezug auf Verfügbarkeit sowie Anwesenheit gibt es selten und meist nur für die Nutzung von Home-Office", sagt Bettina Kubicek, Professorin für Organisationsentwicklung an der Fachhochschule Oberösterreich. Zwei Drittel der Unternehmen wollen ihre Führungsetage auch außerhalb der Arbeitszeiten erreichen können. Knapp ein Viertel erwartet das sogar von den meisten Mitarbeitern ohne Führungsfunktion.