Wien. (kle/apa) Die börsennotierte Vienna Insurance Group (VIG) hat im ersten Halbjahr ihr Vorsteuerergebnis um rund ein Zehntel gesteigert, aber etwas weniger Nettogewinn als im gleichen Vorjahreszeitraum erzielt. Die Prämieneinnahmen des in Osteuropa breit aufgestellten Wiener Versicherungskonzerns stiegen um 0,9 Prozent auf knapp fünf Milliarden Euro.

Wie die VIG am Dienstag mitteilte, legte der Gewinn vor Steuern um 9,6 Prozent auf 220,5 Millionen Euro zu. Netto verdiente die Gruppe in den ersten sechs Monaten mit 146,6 Millionen Euro aber um vier Prozent weniger als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Die sogenannte Combined Ratio - Kosten und Schäden im Verhältnis zu den Einnahmen - verbesserte sich um einen Prozentpunkt auf 96,9 Prozent.

Prämienminus in Österreich


Besonders kräftig wuchs die VIG im Halbjahr in den großen osteuropäischen Märkten Tschechien, Slowakei, Polen und Ungarn, während die verrechneten Prämien in Österreich im Jahresabstand um 4,3 Prozent schrumpften. Vom gesamten Vorsteuergewinn des Konzerns entfiel je ein Drittel allein auf Österreich und Tschechien.

Geprägt war das knapp einprozentige Prämienplus auf 4,97 Milliarden Euro weiterhin durch einen Rückgang bei den Einmalerlägen in der Lebensversicherung im Ausmaß von 24,4 Prozent, so die VIG. Ohne Einmalerläge habe die Steigerung 5,2 Prozent betragen - in Österreich 1,2 Prozent. Den Rückgang bei den Einmalerlägen begründete VIG-Chefin Elisabeth Stadler mit einer restriktiven Zeichnungspolitik wegen der anhaltenden Niedrigzinsen.

Die Kapitalanlagen (samt liquider Mittel) lagen Ende Juni bei 36,8 Milliarden Euro - nach 36,2 Milliarden Euro Ende 2016.

Im ersten Halbjahr beschäftigte die VIG insgesamt 24.906 Mitarbeiter. Das waren um 305 mehr als im Gesamtjahr 2016. Der Anstieg resultierte aus dem Ausbau der Vertriebsmitarbeiter - vor allem in Georgien, Tschechien und der Slowakei.