- © ullstein bild/Getty Images
© ullstein bild/Getty Images

Wien. Der Traditions-Klavierbauer Bösendorfer wird auch im laufenden Geschäftsjahr wieder Gewinne einspielen. Für 2017/18 rechnet Firmenchefin Sabine Grubmüller laut "Kurier" mit einem Umsatz von 13 Millionen Euro. Der Gewinn von zuletzt 706.000 Euro soll übertroffen werden, wenngleich noch nicht die Millionengrenze geknackt werden dürfte, wie sie erwartet. Damit wäre Bösendorfer das vierte Mal in Folge in den schwarzen Zahlen. Im Geschäftsjahr 2016/17 setzte der Klavierhersteller 12,18 Millionen Euro um.

Bösendorfer ist seit mehr als 100 Jahren mit einem Geschäft im Wiener Musikverein vertreten und beschäftigt 120 Mitarbeiter. Seit fast zehn Jahren gehört das Unternehmen dem japanischen Musik-Multi Yamaha. Die Japaner kauften Bösendorfer der Bawag ab, das Unternehmen steckte damals in der Verlustzone. Es dauerte Jahre, bis die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelang.

Produktion in Wiener Neustadt


Bösendorfer verkauft heute jährlich rund 300 Stück Pianos und Flügel zum Preis von 30.000 bis 160.000 Euro je Stück. Hergestellt werden sie in Wiener Neustadt. Die wichtigsten Abnehmer sind Konservatorien, Musikuniversitäten, Bühnen, Sammler und Klavierliebhaber. Absatzmärkte sind Grubmüller zufolge Österreich, Deutschland, die Schweiz, Großbritannien, Spanien und Frankreich, aber auch die USA, Kanada und zahlreiche asiatische Länder. Am russischen Markt habe es zuletzt Rückgänge gegeben.