Wien. (kle) Der börsennotierte Baustoffkonzern Wienerberger ist weiter auf Einkaufstour. Nach der im August erfolgten Übernahme der belgischen Firmengruppe Preflex, die Elektroinstallationsrohre herstellt, hat das Wiener Unternehmen nun eine Ziegelfabrik in Kärnten erworben. Wie Wienerberger am Dienstag in einer Aussendung mitteilte, handelt es sich dabei um das Hintermauerziegelwerk Brenner in St. Andrä im Bezirk Wolfsberg.

Das Werk beschäftigt mehr als 30 Mitarbeiter und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp neun Millionen Euro. Seine Gesamtkapazität liegt bei jährlich 98 Millionen NF (= Standardformat für Ziegeleinheiten). Mit dem zugekauften Werk - für Wienerberger ist es überhaupt das erste in Kärnten - stärke der Konzern seine Präsenz im Süden Österreichs, wie es hieß. Die Akquisition gebe Wienerberger die Möglichkeit, die wachsende Nachfrage nach natürlichen Baustoffen wie dem Ziegel "in diesem Teil Österreichs besser zu bedienen".

Österreich gilt im Konzern
als siebentgrößter Ziegelmarkt


Zum Kaufpreis für das Werk machte der Konzern keine Angaben. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Wettbewerbsbehörden. Innerhalb der Wienerberger-Gruppe ist der Heimatmarkt Österreich der siebentgrößte Ziegelmarkt.