Wien. Automatisierung durch Technologien wie Künstliche Intelligenz und Robotik bietet jungen Menschen mit der richtigen Qualifikation gute Chancen auf einen Arbeitsplatz. Jedoch könnten sich junge Arbeitnehmer mit niedrigem Bildungsgrad - vor allem Männer in Branchen wie Handel, Transport und Produktion - schwertun, wenn sie ihre Fähigkeiten nicht im Laufe ihrer Berufslaufbahn anpassen und ausbauen, sagen Experten des Beratungsunternehmens PwC.

PwC veröffentlicht jährlich den "Young Workers Index", der die Beschäftigungs- sowie Aus- und Weiterbildungsraten von 16- bis 24-Jährigen aus 34 OECD-Ländern vergleicht. In diesem Jahr belegt Österreich dank seiner Ausbildungsgarantie für junge Menschen beziehungsweise der dualen Ausbildung für Lehrlinge den vierten Platz. Auch Maßnahmen, um speziell Mädchen ab 12 Jahren an technische Berufe heranzuführen, werden lobend erwähnt.

Junge Arbeitnehmer, die oft mit Teilzeitjobs im Handel, Hotelerie- und Gastronomiebereich beginnen, seien laut PwC mit einem relativ hohen Risiko konfrontiert, dass diese Einstiegstätigkeiten 2030 nicht mehr in dieser Form vorhanden sein werden. Im Gegensatz dazu sollten junge Arbeitnehmer mit Stärken in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik - die sogenannten "Mint"-Fächer - in den meisten OECD-Ländern einem geringeren Automatisierungsrisiko ausgesetzt sein. Die Nachfrage nach diesen Kompetenzen steige.

Das Arbeitsmarktservice (AMS) und das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) rechnen allein in Österreich bis zum Jahr 2020 mit bis zu 40.000 neuen Arbeitsplätzen im Mint-Bereich.

Die Industriellenvereinigung begrüßt in diesem Zusammenhang die Zuteilung von 450 zusätzlichen Studienplätzen an den heimischen Fachhochschulen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich.