Wien/Linz. (kle) Der börsennotierte Stahltechnologiekonzern Voestalpine treibt seine Expansion im Bereich Autozulieferungen voran. In den kommenden beiden Jahren wird das Unternehmen an seinem Stammsitz in Linz weitere 16 Millionen Euro für den Ausbau der Produktion lasergeschweißter Platinen flüssigmachen, wie es am Montag mitteilte. Lasergeschweißte Platinen sind hochfeste Stähle mit geringem Gewicht, die in der Automobilindustrie stark nachgefragt sind. Verwendet werden sie etwa für Seitenwände, Türen und Klappen, für Längs- und Querträger, aber auch für A-, B- und C-Säulen sowie Türinnen- und -bodenkomponenten. Mit der Erweiterung ihres Autoplatinen-Standorts in Linz will die Voestalpine 50 neue Jobs schaffen.

Konkret geplant sind zusätzliche Produktions- und Lagerhallen sowie ein neuer Versandbereich, wobei eine Fläche von rund 5000 Quadratmetern um- und ausgebaut werden soll. Herzstück der Investition sind zwei neue Laserschweißanlagen. Die erste soll im Herbst 2018 die Produktion aufnehmen, die zweite soll 2019 folgen. Durch die zusätzliche Ausbaustufe will die Voestalpine den Umsatz im Platinenbereich in den kommenden Jahren von aktuell rund 150 Millionen auf 200 Millionen Euro jährlich steigern.

Die Zukunftsaussichten in diesem Segment scheinen jedenfalls rosig zu sein. Mit Hinweis auf internationale Studien rechnet die Voestalpine damit, dass sich der weltweite Markt für Leichtbauteile bis 2025 von derzeit rund 20 Milliarden auf ungefähr 100 Milliarden Euro verfünffachen wird.

Weltgrößte Platinen-Fertigung

Erst vor einem Jahr hatte der Konzern ein zweites Platinen-Werk in Linz in Betrieb genommen, womit Linz nun seinen Angaben zufolge der weltweit größte Produktionsstandort in diesem Bereich ist. In die bisher letzte Ausbaustufe hatte die Voestalpine rund 30 Millionen Euro investiert. In den derzeit zwei Werken werden 290 Mitarbeiter beschäftigt und pro Jahr 20 Millionen Platinen hergestellt.