Im Vergleich dazu fällt der DAX in Frankfurt etwas ab, auch wenn er vor knapp zwei Monaten mit 13.478,86 Punkten ein neues Allzeithoch markierte. Über das Jahr stieg der wichtigste deutsche Aktienindex um 12,5 Prozent.

"Highflyer" des Jahres 2017 waren freilich nicht die Aktienbörsen (trotz ihrer üppigen Zugewinne), sondern die Kryptowährung Bitcoin. Selbst nichtprofessionelle Investoren stecken inzwischen ihr Geld in das digitale Zahlungsmittel. Das ungefähr 1400-prozentige Bitcoin-Kursplus auf zuletzt rund 14.300 US-Dollar - Fachleute sprechen von einer nicht ungefährlichen Spekulationsblase - ruft allerdings Politiker und Aufsichtsbehörden weltweit auf den Plan. In der EU etwa sollen Handelsplattformen, über die Kryptowährungen gehandelt werden, in Zukunft strengeren Regeln unterliegen.

Optimismus auch für 2018


Wie es mit dem bis dato von Rekord zu Rekord eilenden, gleichzeitig aber sehr stark schwankenden Bitcoin-Kurs nun weitergeht, ist unklar. Eher sind Analysten bereit, Prognosen für die Entwicklung der Aktienmärkte im neuen Jahr zu treffen. Viele von ihnen sind jedenfalls auch für 2018 optimistisch, dass es mit den Aktienkursen weiter nach oben geht und sich der bereits fast neun Jahre alte Boom fortsetzt. Ihr Hauptargument ist die brummende Weltwirtschaft. Dazu kommt die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank, an der sich auch 2018 nichts ändern dürfte.

Erste: ATX bleibt im Aufwind


Es gibt freilich auch Risiken. Dazu zählen etwa Chinas schwächelnde Wachstumskraft und die Sprunghaftigkeit des neuen US-Präsidenten (auch im Atomwaffenstreit mit Nordkorea) ebenso wie die Brexit-Verhandlungen und die geopolitischen Konflikte im Nahen und Mittleren Osten. Analysten verweisen aber auch auf die Überbewertung vieler Aktien. "Die Herausforderung für 2018 ist die Höhenangst", meint man beim Bankhaus Julius Bär.

Fritz Mostböck, Chefanalyst der Erste Group Bank, sieht den ATX 2018 "bis auf 3600 Punkte klettern". Gemessen am Jahresendstand 2017 entspräche dies einem eher moderaten Anstieg um knapp mehr als fünf Prozent. Zum Kauf empfiehlt Mostböck vor allem die Aktien von RBI, Lenzing, Agrana, AT&S und Strabag.