• vom 13.01.2018, 16:00 Uhr

Österreich

Update: 13.01.2018, 16:24 Uhr

Baupläne

Bruck an der Leitha als Brücke nach Russland




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Von Eva Zelechowski

  • Russische Projektplaner versprechen mit einem geplanten Bildungscampus im Osten Österreichs massive Wertschöpfung.

Bruck an der Leitha wurde strategisch günstig gewählt. Es liegt an der Route der geplanten Schwechat-Bratislava-Pipeline. Russische Unternehmen könnten sich langfristig dort ansiedeln. - © WZ Online

Bruck an der Leitha wurde strategisch günstig gewählt. Es liegt an der Route der geplanten Schwechat-Bratislava-Pipeline. Russische Unternehmen könnten sich langfristig dort ansiedeln. © WZ Online




© zapolzun/fotolia © zapolzun/fotolia

Wien. Es ist ein ambitioniertes Bauprojekt, das sich die "Russische Internationale Schule" (RIS) in Bruck an der Leitha und Bruckneudorf vorgenommen hat. Auf dem Schloss-Areal von Beppo Harrach sollen Bildungseinrichtungen entstehen, die über Wohnungen, Industrieprojekte und die Partner Gazprom/OMV refinanziert werden sollen. Geplant sind die Implementierung eines Bildungscampus der RIS (vom Kindergarten bis zur Universität) und die Entwicklung eines internationalen Austauschbildungsprogramms. Dies dient dem "kulturellen Austausch und der Kommunikation zwischen der Russischen Föderation und der Republik Österreich", heißt es im Handout, das bei der Präsentation des Projekts im Dezember 2017 verteilt wurde. Anwesend war auch RIS-Vorstandsmitglied Alexander Zagorulko, der allerdings auf eine Anfrage der "Wiener Zeitung" nicht erreichbar war.

Der Großteil der Projekte soll auf den Liegenschaften von Beppo Harrach gebaut werden: In Frage kommen das Schloss Prugg, das Kapuzinerkloster und die Stallungen. Das höchst sanierungsbedürftige Schloss Harrach steht seit Jahren leer und wird nur noch von gelangweilten Jugendlichen frequentiert. Es soll im Zuge des Projekts von russischer Seite saniert werden. Bereits im Herbst 2018/2019 starten in Bruck an der Leitha die ersten Schulklassen des Bildungsprojekts. Bis Ende März 2018 müssten die Anträge an den Stadtschulrat gestellt werden.

Russen sanieren verfallene Liegenschaft

Wie ist die Wahl auf Bruck an der Leitha und Bruckneudorf gefallen? Die RIS sei gemeinsam mit dem Architekten Georg Driendl schon länger auf der Suche nach einem geeigneten Ort für das Projekt gewesen, als Driendl Anfang 2017 in einem Ö1-Interview von den ungenutzten Flächen des Schlossherrn Beppo Harrach erfuhr. Nach den ersten Gesprächen folgten Besichtigungen, schnell einigte man sich auf ein rasches Vorgehen. Eine Win-win-Situation für beide Seiten, denn Harrach überlegte seit längerem, was er wegen des Verfalls seiner Liegenschaften unternehmen sollte. Der Erholungspark Harrach bleibt weiter von der Gemeinde gepachtet und öffentlich nutzbar.

Wie weit ist man mit der Projektplanung? Im ersten Quartal 2018 sei eine gegenseitig abgestimmte Erklärung geplant, um das Projekt weiter voranzutreiben, sagt der Bürgermeister von Bruck an der Leitha, Richard Hemmer, zur "Wiener Zeitung". "Angedacht ist ein ,Memorandum of understanding‘, das alle Beteiligten unterfertigen, und das gilt als Basis für die nächsten konkreten Schritte", so Hemmer.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-01-12 17:59:05
Letzte nderung am 2018-01-13 16:24:08



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