Wien/Davos. (kle) Beim Tiroler Kristallkonzern Swarovski wird wieder einmal über einen Börsengang nachgedacht. Ein solcher würde helfen, die Expansion in Nordamerika weiter voranzutreiben und den Online-Handel auszubauen. Das sagte Nadja Swarovski, die einzige Frau in der Chefetage des in Wattens ansässigen Unternehmens, der US-Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Wenn der Konzern an die Börse ginge, würde die Familie freilich auch danach die Kontrolle behalten, erklärte die Managerin weiter. Derzeit sind 70 Familienmitglieder an dem 1895 von Daniel Swarovski gegründeten Traditionsunternehmen beteiligt, das für seine Produkte (vor allem Schmuck und Luxusbrillen) weltberühmt ist. Der Börsengang müsste so strukturiert sein, dass sich die Familie damit identifizieren könnte, so Nadja Swarovski. Derzeit stehe das Thema Börsengang zwar nicht im Vordergrund, "aber wir denken immer nach".

Vor gut zwölf Jahren hatte sich bereits Gerhard Swarovski, der damalige Swarovski-Optik-Chef, für einen Börsengang ausgesprochen. Doch in weiterer Folge versandeten die Pläne wieder.

Zuletzt hatte der Konzern einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro. Weltweit gibt es rund 2800 Shops, größter Markt ist China. Produziert wird in Österreich, Indien, Thailand, Vietnam, Serbien und den USA.