Wien/Wels. (kle) KTM hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr kräftig Gas gegeben. 2017 bescherte dem Motorradhersteller aus Oberösterreich nach vorläufigen Zahlen das siebente Rekordergebnis in Folge. Seine Umsätze steigerte der Traditionskonzern gegenüber dem Jahr davor um 14 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro, seinen Betriebsgewinn, den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit), um 8 Prozent auf 132,5 Millionen Euro.

Wie das börsennotierte Unternehmen weiter mitteilte, habe es seine Stellung als Europas größter Motorradbauer mit dem Verkauf von 238.334 KTM- und Husqvarna-Motorrädern auch 2017 ausgebaut. Der Absatz - gut 17 Prozent höher - markierte ebenfalls ein Allzeithoch. Bis 2022 will KTM die verkaufte Stückzahl auf jährlich 400.000 Motorräder bringen.

In Summe investierte der Konzern 2017 fast 180 Millionen Euro. Davon floss etwa die Hälfte in die Produktentwicklung, die andere Hälfte ging in Betriebsanlagen und Infrastruktur - und da insbesondere in ein neues Antriebswerk bei der Tochter Pankl Racing Systems im steirischen Kapfenberg sowie in die Erweiterung der Forschungs- und Entwicklungsabteilung am KTM-Hauptsitz im oberösterreichischen Mattighofen.

652 neue Jobs in Österreich


Der positive Geschäftsverlauf hat im Vorjahr auch den Beschäftigtenstand deutlich nach oben getrieben. Zum Jahresultimo zählte der Konzern weltweit 5887 Mitarbeiter, davon 4568 in Österreich. Zusätzlich eingestellt wurden laut KTM 818 Mitarbeiter, davon 652 an den heimischen Standorten.

Für heuer rechnet KTM-Chef Stefan Pierer aufgrund der Markteinführung der ersten Straßenmotorräder bei Husqvarna (Vitpilen und Svartpilen) und der KTM-Twin-Zylinder-Modelle (790 Duke) mit einer Fortsetzung des Wachstums. Die Umsätze sieht er neun bis elf Prozent höher, die Ebit-Marge bei acht bis zehn Prozent.

Indes ist KTM im Offroad-Bereich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sportlich seit Jahren führend: Der Sieg des Salzburgers Matthias Walkner bei der Rallye Dakar im Jänner war bereits der 17. Erfolg bei dem Extrem-Sportevent in Folge. Parallel dazu hat man aber auch das Engagement in der Straßen-Sparte ausgeweitet. Seit 2017 nimmt KTM in der höchsten Klasse der Straßen-WM, der "MotoGP", teil und ist damit in allen Klassen vertreten.