Wien. (apa/kle) T-Mobile Austria war im vergangenen Jahr bei steigendem Umsatz und höherer Anzahl der SIM-Karten mit einem Gewinnrückgang konfrontiert. Alles in allem sei 2017 aber ein "erfolgreiches Jahr" gewesen, sagte Firmenchef Andreas Bierwirth am Donnerstag in der Bilanzpressekonferenz.

Vor Zinsen und Steuern verdiente das zum Konzern der Deutschen Telekom gehörende Unternehmen 110 Millionen Euro - um sechs Prozent weniger als im Jahr davor. Der Umsatz wuchs indes um fünf Prozent auf 900 Millionen Euro. Beim Personalstand gab es mit 1300 Beschäftigten einen leichten Anstieg. Wie Bierwirth weiter berichtete, habe T-Mobile Austria 2017 mit 5,7 Millionen SIM-Karten einen neuen Teilnehmer-Höchststand erreicht. Dies entspreche einem Plus von 24 Prozent.

Dass das Ergebnis schlechter aussieht als der Umsatz, begründete Finanzchef Gero Niemeyer mit dem scharfen Wettbewerb in Österreich. Zudem seien hohe Investitionen ins Netz nötig, 2017 seien dafür 155 Millionen Euro aufgewendet worden. Alleine im Vorjahr habe der Datenverbrauch im T-Mobile-Netz um 86 Prozent zugelegt.

Die Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC bedarf noch der wettbewerbsrechtlichen Genehmigung. "Wir erwarten, dass wir im zweiten Halbjahr 2018 mit dem Aufbau des neuen, integrierten Unternehmens beginnen können", so Bierwirth, der T-Mobile Austria nun besser gegenüber Marktführer A1 aufgestellt sieht.