• vom 12.03.2018, 16:07 Uhr

Österreich


Studie

Glücksspielmarkt im Internet wächst rasant




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    Wien. (apa/kle) Der heimische Glücksspielmarkt wächst seit Jahren, besonders das Zocken im Internet. 2016 stieg der Bruttospielertrag des Online-Markts um 25 Prozent auf 254 Millionen Euro. Knapp 60 Prozent der Anbieter sind nicht in Österreich lizenziert, erhob die Wiener Beratungsfirma Kreutzer, Fischer & Partner. Die Rechtslage sei lückenhaft und unsicher, die Online-Anbieter fordern eine Marktöffnung.

    Derzeit darf in Österreich nur der Casinos-Austria-Konzern auf seiner Seite "win2day" Online-Glücksspiel anbieten, dazu berechtigt ihn die vom Finanzministerium vergebene Lottolizenz. Die zahlreichen anderen Anbieter wie Bet-at-home oder Bwin operieren im Graubereich. Sie halten das Glücksspielmonopol der Casinos Austria für EU-rechtswidrig und berufen sich auf die EU-Dienstleistungsfreiheit: Mit einer Lizenz aus Malta oder einem anderen EU-Land dürften sie in ganz Europa anbieten. Auf vielen der Seiten können Kunden auch Sportwetten abschließen. Diese fallen in Österreich nicht unter das Glücksspielmonopol, sind also erlaubt.


    Die alternativen Anbieter lobbyieren seit Jahren für eine Marktöffnung wie etwa in Großbritannien, sie fordern Lizenzen. Mit der neuen Studie von Kreutzer, Fischer & Partner untermauert die Auftraggeberin, die Österreichische Vereinigung für Wetten und Glücksspiel (OVWG), ihre Forderungen.

    Automatenmarkt
    verliert an Bedeutung

    Generell haben die Österreicher in den vergangenen Jahren immer mehr Geld für das Glücksspiel ausgegeben, wie Kreutzer, Fischer & Partner alljährlich erhebt. 2016 waren es 1,61 Milliarden Euro, 2015 mehr als 1,5 Milliarden Euro. Während der Automatenmarkt aufgrund diverser Verbote und strengerer Regelungen an Bedeutung verlor, stiegen die Nettospielerlöse von Spielbanken (Casinos Austria) und Sportwettenanbietern sowie im Online-Glücksspielbereich stark an. Der Onlinebereich kommt der Studie zufolge mittlerweile auf einen Marktanteil von 16 Prozent. Bei Sportwetten hält das Internet bei fast 44 Prozent.




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    Dokument erstellt am 2018-03-12 16:11:46


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