Wien. Der Schuheinzelhändler Deichmann hat in Österreich über seine 176 Filialen und seinen Online-Shop 10,2 Millionen Paar Schuhe verkauft - rund 300.000 Paar mehr als im Vorjahr. Der Bruttoumsatz stieg um 5,1 Prozent auf rund 261 Millionen Euro. Damit baute Deichmann seinen Marktanteil weiter aus und ist laut eigenen Angaben seit 2017 Marktführer in Österreich sowohl hinsichtlich des Umsatzes als auch bei der Anzahl der verkauften Schuhe.

Deichmann setze auf das Omnichannel-Konzept, das im Vorjahr weiter ausgebaut wurde. Man sei für alle Kanäle gerüstet. Stationär habe man schon ein sehr dichtes Filialnetz, das intensiv standortoptimiert werde. Zum Ergebnis beigetragen hätten im Vorjahr auch das neue Ladenbaukonzept und ein günstiger Wetterverlauf, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Internet sei inzwischen eine wichtige Säule, seit mehr als sechs Jahren hat Deichmann Österreich einen Internet-Shop. "Es reicht nicht aus, die Vertriebswege stationärer und Onlinehandel einfach nur parallel zu betreiben. Die Kunden erwarten heute mehr von einem Händler", so Deichmann-Österreich-Geschäftsführer Georg Müller. Daher setze man konsequent auf die Verzahnung. "Wir wollen den Kunden das Beste aus beiden Welten bieten." Ein Beispiel für diese Verflechtung: Im Stadion Center in Wien können Kunden über einen großen Touchscreen-Monitor das komplette online und in allen Filialen verfügbare Sortiment einsehen, Artikel bestellen und sich diese auch nach Hause schicken lassen. Beschäftigt waren Ende des Vorjahres in Österreich 1432 Mitarbeiter, darunter 184 Lehrlinge.

Weltweiter Umsatz stieg auf 5,8 Milliarden Euro

Im Jahr 2017 beging Deichmann Österreich sein 25-Jahr-Jubiläum. Für den mittlerweile größten deutschen und europäischen Schuheinzelhändler war Österreich das erste Land, in dem die Expansion unter eigenem Namen gestartet wurde. Heuer sollen weltweit 208 neue Filialen eröffnet und rund 270 Geschäfte modernisiert werden. Auch das Online-Geschäft will man ausbauen.

Weltweit hat Deichmann im Vorjahr 176,6 Millionen Paar Schuhe verkauft, um über 3 Millionen Paar mehr als 2016. Der Bruttoumsatz stieg von 5,6 auf 5,8 Milliarden Euro. Größter Einzelmarkt war Deutschland mit 2,3 Milliarden Euro Umsatz.

Betrieben wurden in 25 europäischen Ländern und in den USA Ende des vergangenen Jahres 3989 Filialen und 36 Online-Shops. Beschäftigt waren 39.564 Mitarbeiter. Die Ertragslage bezeichnete Heinrich Deichmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Deichmann SE, laut Pressemitteilung als "nach wie vor erfreulich.