Wien. (kle) Es war bereits das achte Mal in Folge: Auch 2017 hat die zur Drei-Banken-Gruppe gehörende Oberbank 2017 ein Rekordergebnis eingefahren. Nach Steuern strich das Linzer Kreditinstitut einen Gewinn von 200,5 Millionen Euro ein und damit um 10,6 Prozent mehr als im Jahr davor. Wie Bankchef Franz Gasselsberger am Mittwoch bei der Bilanzpräsentation in Wien ankündigte, soll nun die Dividende von 65 auf 90 Cent je Aktie angehoben werden.

Viel Luft nach oben sieht er indes nicht mehr. "Wenn wir 2018 wieder das ausgezeichnete Ergebnis vom Vorjahr erreichen könnten, würde ich das als Erfolg sehen. Wir haben 2017 wirklich davon profitiert, dass die Rahmenbedingungen günstig waren", sagte Gasselsberger. Die Bilanzsumme der regional tätigen Oberbank stieg im vergangenen Jahr um 8,7 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro.

Filialnetz vor Ausbau

Per Ende 2017 hatte die börsennotierte Bank mit insgesamt 161 Filialen im Inland (97) und im benachbarten Ausland (64) um zwei Standorte mehr als ein Jahr zuvor. Heuer will Gasselsberger die Expansion forcieren. Zehn bis elf Filialen dazukommen - acht davon in Deutschland, eine oder zwei in Wien und eine in Budapest. Bis 2020 sind insgesamt 175 Filialen das Ziel. Im Ausland ist die Bank in Deutschland, Tschechien, Ungarn und der Slowakei präsent.