Wien/Rüsselsheim. Ein Getriebeauftrag der Opel-Mutter PSA für das Motorenwerk in Wien-Aspern hat den Stellenabbau laut Gewerkschaft PRO-GE niedriger ausfallen lassen. Rund 10 Prozent der 1.400 Mitarbeiter sollen dennoch ihren Job verlieren. In den letzten Wochen sei "sehr intensiv" mit der Geschäftsführung verhandelt worden, etwa über den Sozialplan, sagte PRO-GE-Landessekretär Wien, Toni Steinmetz, zur APA.

Der Neuauftrag sichere vorerst die Auslastung, mittelfristig brauche das Werk aber neue Motoren- und Getriebeaufträge, so der Gewerkschafter. In Wien-Aspern werden für den vorherigen Opel-Eigentümer General Motors (GM) bis 2019/20 noch Motoren produziert. Der französische Autokonzern PSA (Peugeot Societe Anonyme) hatte Mitte 2017 Opel und Vauxhall von General Motors übernommen und alle Werke auf den Prüfstand gestellt.

Großer Teil der Belegschaft auf Kurzarbeit

Als Verhandlungserfolg wertet die Gewerkschaft, dass bei Opel Wien-Aspern alle Jungfacharbeiter und Lehrlinge übernommen werden. Ein maßgeblicher Teil der Belegschaft war zwischen Dezember und März auf Kurzarbeit.

Der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) steht mit einer Arbeitsstiftung bereit und ist mit den Personalverantwortlichen von Opel und dem Betriebsrat diesbezüglich bereits in Kontakt, teilte der waff am Donnerstag in einer Aussendung mit.