• vom 06.04.2018, 16:21 Uhr

Österreich


Industrie

Fragezeichen bei der Finanzierung




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  • Die heimische Industrie sieht in der Klimastrategie der Regierung noch Nachbesserungsbedarf.

Deutliches Plus: Der Produktionswert der Industrie - im Bild der Luftfahrtzulieferer FACC - hat sich 2017 um 8,9 Prozent auf fast 160 Milliarden Euro erhöht.

Deutliches Plus: Der Produktionswert der Industrie - im Bild der Luftfahrtzulieferer FACC - hat sich 2017 um 8,9 Prozent auf fast 160 Milliarden Euro erhöht.© FACC Deutliches Plus: Der Produktionswert der Industrie - im Bild der Luftfahrtzulieferer FACC - hat sich 2017 um 8,9 Prozent auf fast 160 Milliarden Euro erhöht.© FACC

Wien. (ede) Die heimische Industrie sieht die Klima- und Energiestrategie der Bundesregierung als gute Diskussionsgrundlage, bemängelt aber, dass kein einziges der sehr ambitionierten Ziele einem Machbarkeitstest unterzogen worden sei. "Das muss nachgeliefert werden", sagte Oliver Dworak, Klima- und Energieexperte der Bundessparte Industrie in der Wirtschaftskammer, am Freitag vor Journalisten.

Vor allem die Frage der Finanzierbarkeit sei noch nicht geklärt. Die "#mission2030" bezeichnete Klimastrategie umfasst wie berichtet zehn Leuchtturmprojekte mit konkreten Maßnahmen, darunter die "E-Mobilitätsoffensive" oder die "100.000 Dächer Photovoltaik".


"Unreflektiertes Bashing
gegen Ölheizungen"

Weiters sollen ab 2020 keine neuen Ölheizungsanlagen mehr installiert werden. Andreas Mörk, Geschäftsführer der Industriesparte, kritisiert das und spricht von einem "unreflektierten Bashing" gegen Ölheizungen. Einseitige Verbote würden Innovationen verhindern.

Gespannt ist man auch auf das geplante neue Energiegesetz mit Fokus auf Marktprämien und Investitionsförderungen, das 2020 in Kraft treten und das derzeitige Ökostromgesetz ablösen soll. Die Förderungen müssten deutlich effizienter werden, die Kosten sinken, fordert Mörk.

Die heimischen Industriebetriebe können nach einer vierjährigen Durststrecke wieder aufatmen. 2017 hat sich der Produktionswert gegenüber dem Jahr davor um 8,9 Prozent auf fast 160 Milliarden Euro erhöht. Die Auftragseingänge betrugen nach vorläufigen Zahlen der Statistik Austria 101,4 Milliarden Euro - ein Plus von 10,7 Prozent.

Die österreichischen Industriebetriebe beschäftigten im abgelaufenen Jahr 437.150 Arbeitnehmer (Eigen- und Fremdpersonal) und bildeten 15.159 Lehrlinge (plus ein Prozent gegenüber 2016) aus. Damit ist die Industrie nach dem Gewerbe (44.602) und noch vor dem Handel (14.892) der zweitgrößte Lehrlingsausbilder des Landes.




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Dokument erstellt am 2018-04-06 16:27:04


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