• vom 09.04.2018, 18:12 Uhr

Österreich

Update: 10.04.2018, 07:35 Uhr

Panda

Millionengeschäft im Bärenpelz




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Von Petra Tempfer

  • Pelzig und verfressen? Nicht nur. Bei Pandas geht es um einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor.





Es ist ein beinhartes Geschäft, das sich hinter dem Schauspiel der bambusfressenden Säuger aus der Familie der Bären abspielt.

Es ist ein beinhartes Geschäft, das sich hinter dem Schauspiel der bambusfressenden Säuger aus der Familie der Bären abspielt.© APAweb, Drew Fellman, Warner Bros. Pictures via AP Es ist ein beinhartes Geschäft, das sich hinter dem Schauspiel der bambusfressenden Säuger aus der Familie der Bären abspielt.© APAweb, Drew Fellman, Warner Bros. Pictures via AP

Wien. Sie sind tollpatschig, pelzig und verbringen die meiste Zeit mit Fressen: Die Pandas des Zoos Schönbrunn können vor allem mit dem Prädikat "süß" punkten. Hinter ihrer pelzigen Fassade, die Besucher regelmäßig in verzückte Ekstase verfallen lässt, steckt aber viel mehr als das. Es ist ein beinhartes Geschäft, das sich hinter dem Schauspiel der bambusfressenden Säuger aus der Familie der Bären abspielt. Ein Millionengeschäft, genau genommen, von dem Wien und China profitieren.

Denn selbst Fu Long, der "Glückliche Drache", wie er ins Deutsche übersetzt heißt, der 2007 als erster Großer Panda in Europa auf natürlichem Weg gezeugt wurde, war stets Eigentum der Volksrepublik China -genauso wie seine Eltern Yang Yang ("Sonnenschein") und Long Hui ("Drachenzeichen"), die 2003 als Leihgabe nach Wien kamen. Madrid war der erste Zoo Europas, in dem 1982 Pandas geboren wurden, allerdings nach künstlicher Befruchtung. Neben Wien und Madrid gibt es in Europa nur sechs weitere Zoos, in denen Pandas leben, und zwar Beauval (Frankreich), Edinburgh (Schottland), Pairi Daiza (Belgien), Rhenen (Niederlande), Ähtäri (Finnland) und Berlin. Global gesehen vermehrten sich Pandas erstmals 1980 im Chapultepec-Zoo in Mexiko außerhalb Chinas in Gefangenschaft.

In Wien scheinen sich die Pandas jedenfalls besonders wohlzufühlen: Auf Fu Long folgten Fu Hu ("Glücklicher Tiger") und Fu Bao ("Glücklicher Leopard"), alle Männchen, sowie schließlich 2016 die Zwillinge "Fu Feng" ("Glückliche Phönix"), ein Weibchen, und "Fu Ban" ("Glücklicher Gefährte"). Die Tragzeit eines Panda-Weibchens ist mit 97 bis 163 Tagen sehr kurz. Der Vater ist bei der Aufzucht nicht beteiligt, Yang Yang und Long Hui lebten in den vergangenen Jahren in getrennten Gehegen und kamen nur zur Paarungszeit zusammen.



Die Zwillinge sollten jedoch der letzte Nachwuchs der beiden sein: Im Dezember 2016 verstarb Long Hui an Krebs. Yang Yang ist seitdem alleine. An dieser Stelle kommt der Staatsbesuch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen in der Volksrepublik China ins Spiel. Vergangenen Freitag reiste er nach Peking, um hier eine Woche lang mit vier Mitgliedern der schwarz-blauen Regierung den nach offiziellen Angaben größten Staatsbesuch in der Geschichte Österreichs zu absolvieren. Unter anderem geht es dabei um: Pandas.

Pandas kann man nicht kaufen

Van der Bellen sei "guter Hoffnung", sagte er am Montag, mit einer fixen Zusage für ein Panda-Männchen für Schönbrunn zurückzukehren. Aktuell gebe es diese noch nicht. Staats- und Parteichef Xi Jinping habe jedoch am Sonntag durchblicken lassen, dass China den Wunsch "sehr wohlwollend" prüfen werde, sagte Van der Bellen.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-04-09 18:18:09
Letzte nderung am 2018-04-10 07:35:41



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