• vom 18.04.2018, 22:30 Uhr

Österreich


Einrichtungsbranche

Aus für Svoboda Büromöbel




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  • Pleite-Firma wird bis Mitte Mai geschlossen - Jobangebot für Svoboda-Mitarbeiter von Bartenstein und Grossnigg.

St. Pölten. (apa/kle) Die Svoboda Büromöbel GmbH in St. Pölten wird liquidiert. Wegen Masseunzulänglichkeit könne der Betrieb nicht fortgeführt werden, gab der Gläubigerschutzverband KSV am Mittwoch bekannt. Tags zuvor hatte eine Gläubigerausschusssitzung stattgefunden. Die für den kommenden Dienstag angesetzte Sanierungsplantagsatzung fällt ins Wasser.

Masseverwalter Friedrich Nusterer bestätigte laut ORF Niederösterreich: "Das Unternehmen muss geschlossen werden." Er hoffe jedoch, dass die Schließung geordnet erfolgen werde und alle noch ausstehenden Aufträge abgearbeitet werden können. "Die Schließung wird in Etappen erfolgen und vermutlich bis Mitte Mai abgeschlossen sein", sagte Nusterer.


105 Beschäftigte
Ende Jänner hatte das Unternehmen, das 105 Mitarbeiter beschäftigt, Insolvenz angemeldet und eine Sanierung in Eigenverwaltung angestrebt. In der Folge genehmigte das Landesgericht St. Pölten Mitte Februar den Fortbetrieb.

Indes wurde erst vergangene Woche bekannt, dass sich die BGO Holding GmbH von Martin Bartenstein und Erhard Grossnigg nach einer intensiven betriebswirtschaftlichen Prüfung, einer sogenannten Due-Diligence, dazu entschlossen hat, bei Svoboda von einer Übernahme doch Abstand zu nehmen. Dies sei zum einen mit Altlasten begründet, zum anderen mit aktuellen Produktionsgegebenheiten, wie es hieß.

Unter Rücksichtnahme auf eine geordnete Schließung des Standorts in St. Pölten und in Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter kündigte die BGO Holding nun an, den Svoboda-Mitarbeitern Angebote für den Eintritt in die eigene Firmengruppe machen zu wollen, zu der die Büromöbelhersteller Bene, Neudörfler und seit kurzem auch Hali gehören.

Bei der Prüfungstagsatzung im Svoboda-Verfahren Ende März hatten laut dem Alpenländischen Kreditorenverband 371 Gläubiger Forderungen über 8,7 Millionen Euro angemeldet, 5,2 Millionen davon hat der Insolvenzverwalter anerkannt.




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Dokument erstellt am 2018-04-18 17:15:15


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