Wien. (apa/red) Nun ist sie da: Auf 40 Seiten findet sich die 5G-Strategie für Österreich - Untertitel: "Österreichs Weg zum 5G-Vorreiter in Europa". Ziel ist eine flächendeckende 5G-Versorgung. Etwa zehn Milliarden Euro sind nötig, die genaue Summe wird erst eruiert. Zahlen sollen vorrangig die Betreiber. Sie werden aber etwa mit Gebührensenkungen gelockt, wie aus der Strategie hervorgeht.

5G, die fünfte Internetgeneration, gilt als die Technik, die dem Internet der Dinge zum Durchbruch verhelfen soll. Noch mangelt es in Österreich stark an der nötigen Infrastruktur. 5G macht eine Vernetzung von Dingen und auch Menschen möglich, die viel rascher vonstattengeht als noch heutzutage - selbstfahrende Autos, Smart Home, Industrie 4.0, sogenanntes eHealth und Ähnliches. Die Strategie gliedert sich in die Bereiche Infrastruktur (10 Punkte) und Anwendungsfelder (24 Punkte). Die Stakeholder sollen noch heuer in einer 5G-Plattform vernetzt werden.

Der Bund will die Breitbandmilliarde im Rahmen der Strategie fließen lassen. Auch die künftigen Erlöse aus Frequenzversteigerungen - erwartet werden heuer und nächstes Jahr insgesamt knapp 450 Millionen Euro - fließen zweckgewidmet in die digitale Infrastruktur. Vor allem aber sollen die Anbieter beim 5G-Ausbau mitzahlen.

Geplant ist, die Betreiber mit einem "Breitbandpakt" in das milliardenschwere Boot zu holen. Der Pakt wird zeitgleich mit einer ins Auge gefassten Novelle des Telekommunikationsgesetzes angestrebt. Diese soll dem Vernehmen nach im Sommer in die Begutachtung geschickt werden.