Wien. (apa/kle) Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sind 2017 bei Umsatz und Ergebnis auf Schiene geblieben. Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem Jahr davor um fünf Prozent auf 5,52 Milliarden Euro, der Vorsteuergewinn legte um sechs Prozent auf 176,3 Millionen Euro zu, wie das staatliche Unternehmen am Donnerstag in der Bilanzpressekonferenz mitteilte. Auch das Fahrgastaufkommen stieg im vergangenen Jahr: von 244 auf 246 Millionen Bahnreisende. "Wir haben damit das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte der ÖBB erwirtschaftet", sagte Vorstandschef Andreas Matthä.

Personen- und Güterverkehr wuchsen 2017 umsatzseitig um je fünf Prozent. Im Personenverkehr kamen die ÖBB auf 2,17 Milliarden Euro Umsatz, die Frachttochter Rail Cargo Group erlöste 2,24 Milliarden Euro. So wie in den Vorjahren soll es auch heuer eine "moderate Preiserhöhung" bei den Fahrscheinen geben.

Bahn profitierte vom Zinstief

Vor allem dank niedrigerer Zinsen stand 2017 unterm Strich ein Ergebnisplus. Die ÖBB finanzieren seit dem Vorjahr die Schienenbauprojekte über die Bundesfinanzierungsagentur. Dadurch habe sich das Finanzergebnis um 31 Millionen auf minus 614 Millionen Euro verbessert, wie Matthä erläuterte. Dass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 2,6 Prozent auf 790 Millionen Euro sank, begründete er mit etwas höheren Abschreibungen. Die Schulden stiegen 2017 um 750 Millionen auf 23,55 Milliarden Euro, das Sachanlagevermögen stieg indes stärker um 1,19 Milliarden auf 25,58 Milliarden Euro. Der Bahnausbau koste natürlich Geld, es würden aber auch Werte geschaffen, so Matthä. Die Investitionen der ÖBB werden zwischen 2018 und 2023 laut Rahmenplan bei 1,9 bis 2,6 Milliarden Euro jährlich liegen. Die großen Investitionen betreffen vor allem die Südstrecke.