• vom 03.05.2018, 16:41 Uhr

Österreich

Update: 03.05.2018, 17:33 Uhr

Energiebranche

OMV dank Russland und Libyen operativ stärker




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  • Betriebsgewinn steigt im ersten Quartal auf 818 Millionen Euro, Öl- und Gasförderung klettert auf Rekordniveau.

Für die weitere Ölpreisentwicklung im heurigen Jahr ist die OMV optimistischer als zuletzt. - © APAweb, Harald Schneider

Für die weitere Ölpreisentwicklung im heurigen Jahr ist die OMV optimistischer als zuletzt. © APAweb, Harald Schneider

Wien. (kle) Mit einem moderaten Zuwachs beim operativen Gewinn ist die OMV ins neue Jahr gestartet. Wie der teilstaatliche Wiener Öl- und Gaskonzern am Donnerstag mitteilte, fiel das um Lagereffekte bereinigte Betriebsergebnis im ersten Quartal mit 818 Millionen Euro um zwei Prozent höher aus als im entsprechenden Vorjahresquartal. Grund dafür waren höhere Verkaufsvolumina infolge der gestiegenen Förderung in Libyen und der Beteiligung an dem russischen Gasfeld Juschno Russkoje. Positiv ausgewirkt habe sich auch der gestiegene Ölpreis, hieß es weiter. Allerdings habe dieser den negativen Effekt aus der Abwertung des US-Dollar zum Euro nicht ausgleichen können.

Vor Zinsen und Steuern verdiente die OMV im ersten Jahresviertel zwar mehr, netto sank ihr Gewinn jedoch um 25 Prozent auf 377 Millionen Euro. Im Quartalsbericht wird dies vor allem mit einer höheren Konzernsteuerquote begründet.


Für die weitere Ölpreisentwicklung im heurigen Jahr ist die OMV optimistischer als zuletzt. Für die restlichen drei Quartale hat sie ihre Erwartung in Bezug auf den Durchschnittspreis der Nordseesorte Brent von 60 auf 70 Dollar pro Barrel (159 Liter) angehoben. Mittelfristig sieht ihr Management eine Preisbandbreite von 70 bis 80 Dollar. Am Donnerstag kostete Brent gut 73 Dollar.

Bei ihrer Produktion legte die OMV im ersten Quartal kräftig zu - auf 437.000 Barrel Öläquivalent pro Tag, den bisher höchsten Wert in der Konzerngeschichte. Aus Sibirien kam durch den Zukauf ein Beitrag von 106.000 Barrel pro Tag, im Krisenland Libyen stieg die Förderung um 15.000 Fass.

Vor kurzem war die OMV weiter auf Einkaufstour - diesmal in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dort unterzeichnete Firmenchef Rainer Seele im Rahmen eines Besuchs von Bundeskanzler Sebastian Kurz und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck offiziell einen bereits länger vereinbarten Vertrag zum Kauf von 20 Prozent an zwei Offshore-Ölfeldern der Abu-Dhabi-Ölgruppe Adnoc. Der Preis für die Konzession und die dazugehörende Infrastruktur beträgt 1,5 Milliarden Dollar.




Schlagwörter

Energiebranche, Öl, Gas, OMV, Quartal

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Dokument erstellt am 2018-05-03 16:45:36
Letzte Änderung am 2018-05-03 17:33:53


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